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Gestalterin für Teamwork
Suanne Weskott ist Mediatorin, hiflt Konflikte zu lösen, Mobbing zu verhindern



"Wir waren eigentlich auf dem Weg nach Neuseeland, hatten schon alles eingelagert.
Und dann erhielten wir plötzlich kein Visum. Ach, lassen wir`s - die Ostsee ist auch schön", waren die tröstenden Worte der Rheinländerin. Jetzt sind hier zu Hause - in Kühlungsborn. In erster Linie ist Susanne Weskott dem Beruf ihres Mannes gefolgt.
Nach gründlichen Recherchen für den gemeinsamen Neubeginn fiel die Entscheidung fürs Ostseebad. Als Allgemeinmediziner hätte Dr. med. Martin Weskott zwar in vielen Kliniken arbeiten können, gab aber der eigenen Praxis "Gesund am Meer" den Vorrang, ließ sich
im April 2009 in der Rudolf-Breitscheid-Straße 15 nieder - verschrieb sich der Arbeits- und Verkehrsmedizin und der Allergologie.

Susanne Weskott ist Diplom-Pädagogin und vom Berufsverband BMWA anerkannte Mediatorin. 13 Jahre arbeitete sie bei einer Stiftung der Stadtparkasse Köln, war vorwiegend in medienpädagogischen Projekten tätig. "Wissen Sie, irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man sich fragt: Willst du das noch, ewig den neuesten Computertrends der Jugendlichen hinterher jagen?", gibt sie freimütig zu und sieht heute ihren Schwerpunkt in der Mediation, in der Beratung und Schlichtung bei Konflikten. Susanne Weskott legt ein überzeugendes Argument in die Waagschale: "Ich war jahrelang als Schiedsfrau in Wuppertal tätig. Ein gutes Fundament."

Noch steht sie ganz am Anfang ihrer beruflichen Karriere als Selbstständige, ist dabei, sich bekannt zu machen: "Ich startete viele Testballons und weitere werden folgen müssen." Es ist ein gesunder Optimismus, der sie antreibt, wenn sie über Firmenmediation spricht, über Mobbing in Teams, in Schulen, Pflege- und Altenheimen, in Kindertagesstätten ...
Ein Mediator vermittelt im Konflikt und ist dabei unbedingt allparteiisch, eine Mediation ist immer freiwillig und ergebnisoffen.

Wie funktioniert es nun in der Praxis, wann braucht ein Unternehmen einen Mediator? "Das kann viele Gründe haben. Konflikte entstehen, wenn Kommunikation auf der Strecke bleibt. Darüber reden, erklären, begründen - einfach den Dialog führen. Manchmal kann es sein, dass man bei der Lösung von Konflikten mit Mobbing konfrontiert wird. Aber überall wo Mobbing drauf steht, ist nicht in jedem Fall auch Mobbing drin." Ein Mediator wird leider oft erst dann gefragt, wenn das Kind längst in den Brunnen gefallen ist. Soweit muss es erst garnicht kommen, weiß die Fachfrau. Bei anstehenden Veränderungen im Unternehmen wie etwa Umstrukturierung oder Fusion mit einhergehender Umsetzung
von Personal oder gar zu befürchteten Kündigungen, haben Prävention und Intervention einen greifbaren Vorteil. "Denn Konflikte kosten Geld", weiß Susanne Weskott, und erklärt das Warum: "Unsicherheit entsteht im Team, weil man das oder jenes gehört hat, aber nichts genaues weiß. Die Angst um den eigenen Arbeitsplatz lässt Mitarbeiter sehr unterschiedlich reagieren. Sie halten sich bedeckt, versuchen besser da zu stehen als der Kollege nebenan. Schnell, oft auch unbewusst, werden Grenzen für einen guten Umgang überschritten - der erste Schritt zum Mobbing ist getan. Das vergeudet Arbeitszeit, wird unproduktiv, im schlimmsten Fall folgen Ausfälle durch Krankheit. Aufträge können durchaus verloren gehen." Eine intensive Beratung im Vorfeld ist in jedem Fal hilfreich, die Susanne Weskott in vielen Bereichen anbieten möchte, auch in Form von Vorträgen in Teams, Unternehmen, bei Betriebsräten. Wo Methoden erarbeitet und erläutert werden, um mögliche Konflikte bereits im Keim ersticken zu können. Denn: Ein Unternehmen mit aufgeklärten, zufriedenene Mitarbeitern trägt nach Außen ein ganz anderes Bild.

"Ich weiß, unser Leben hat sich verändert. Immer weniger machen immer mehr. Das schafft Konflikte. Jemanden zu mobben wird dann eine Art Ventil, der gefühlte Druck
wird weitergegeben - zu Beginn vielleicht gedankenlos, dann oft gezielt. Eine schwedische Statistik sagt, dass drei Prozent der arbeitenden Menschen Mit Mobbing konfrontiert sind."

Mobbing findet systematisch statt, öfters und über einen längeren Zeitraum - mit dem Ziel, jemanden auszugrenzen. Es kann jeden treffen und die Folgen sind mitunter sehr verheerend. Wenn der Gemobbte erst einmal in die absolute Ausweglosigkeit gedrängt wurde, sind Depressionen, Panikattacken, Schlaflosigkeit bis hin zum Selbstmord möglich. Alles schon vorgekommen.

Einen Arbeitsprozess harmonisch zu gestalten - mit professioneller Beratung, dafür kann man Susanne Weskott buchen. Ähnlich wie einen Designer für Büroausstattung oder gar den Grafiker fürs Corporate Identity, sollte man durchaus auch einen Gestalter für Teamwork engagieren, unterstreicht die Mediatiorin Susanne Weskott.




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