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Deutschlandfunk |
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Moderator:„… Frankfurt am Mainufer. Eigentlich ein ganz normaler 16-jähriger mit halblangen blonden Haaren, blauen Augen und paar Pubertätspickeln. Aber Patrick Patrick: „Also das kam relativ schleichend ... am Anfang, da sind diese kleinen ... gewesen, Neckereien. Danach ging es weiter mit körperlichen Übergriffen, Schubsen, Bleistifte zerbrechen, ja üblen Nachreden und Beleidigungen. Und dann bin ich irgendwann zusammengebrochen.“ Moderator: „Das klingt auf Anhieb wie gewöhnliche Hänseleien unter Schülern - harmlos. Patrick: „Ich persönlich, ich war zu nett. Also ich war eigentlich derjenige, den man fertig machen konnte, der keine Gegenwehr geleistet hat. Aber wenn dann der Psychoterror dann anfing, also man wird aus der Gemeinschaft der Schule oder der Klasse ausgeschlossen. Das heißt es wird gesagt, wenn neue Klassenkameraden dazu gekommen sind „Mit dem gibt dich nicht ab!“ und „Mit dem rede nicht!“ und einfach den Kontakt zu anderen Mitschülern zu verlieren und auch keinen sozialen Kontakt mehr in Moderator: „Ein klassischer Fall von Mobbing. Mobbing, das ist, wenn ein Mensch über einen längeren Zeitraum systematisch und zielgerichtet von Anderen verfolgt wird. Das Ziel ist in der Regel: er soll verschwinden. Psychische und physische Gewalt unter Schülern ist keine ganz neue Erkenntnis. Lothar Drat: „Es gibt keine seriöse Forschung zu dem Thema ... Mobbing an Schulen. Moderator: „Lothar Drat ist Koordinator des Fachverbundes VPSM, des Vereins Lothar Drat: „Es gibt einmal das Symptom, was vielleicht nicht so schnell erkannt wird. Das ist rapider Leistungsabfall ... Unruhe, Nervosität, Verunsicherung. Sprecher: „Nicht abschwächen sollen die Eltern, sondern ihr Kind ernst nehmen. Wenn Gespräche mit den Lehrern, der Schulleitung, dem Schulpsychologischem Dienst nichts fruchten, dann hilft nur ein Schulwechsel - möglichst schnell. Das Problem ist nur, gerade Jugendliche in der Pubertät tun alles, um ihre Eltern aus ihrem Leben herauszuhalten. Patrick tat das auch.“ Patrick: „Ne also, auch gerade vor den Eltern verheimlicht man das, weil man nicht möchte, dass sie sich Sorgen machen.“ Sprecher: „Dass er nicht der Einzige war, der in der Schule gemobbt wurde, begriff Patrick erst nach seinem Suizidversuch. Im Internet traf er Leidensgenossen- anonym, die dem Druck der Mitschüler auch nicht mehr standgehalten hatten. Er ging zu Psychotherapie - zwei Mal die Woche, er begann Kampfsport zu machen, um sich gegen körperliche Übergriffe wehren zu können, er wechselte die Schule, um den Mobbern zu entkommen. Und dann kam der Tag an dem er beschloss, dass er selbst aktiv werden müsse, um anderen zu helfen. Patrick: „Das war vor ca. anderthalb Jahren, da habe ich übers Internet mit `nem Chatfreund, der hat mir geschrieben gehabt „Tschüß Patrick“ und da hab ich gleich gewusst, dass es ein Abschiedsbrief war. Und danach habe ich gesagt das kann nicht Sprecher: „Der Chatfreund blieb verschwunden - bis heute. Patrick hat ihm, den er
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