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Frankfurter Rundschau Von Lia Venn
Mobbing ist kein Kavaliersdelikt. Mitarbeiter und Kollegen systematisch zu schikanieren, führt bei den Betroffenen zu Krankheit und Depression. Auch WIESBADEN. Bis 1995 dachte der Sozialpädagoge Lothar Drat über Mobbing: „Kokolores, Modebegriff“. Dann befasste er sich mit Forschungen zum Thema Immerhin ist im Durchschnitt jeder vierte Mitarbeiter in seinem Berufsleben von Mobbing betroffen. Drat hatte Glück: Seine Motivation war keine persönliche Leidensgeschichte, sondern der Wunsch, „ein wenig die Welt zu verändern“. Betroffen sind nach Drats Erfahrung ebenso viele Frauen wie Männer. Mobbing bedeutet in der Übersetzung so etwas wie Anpöbeln. Fast harmlos. Die Folgen für die Arbeitnehmer seien immens: psychosomatische, und in der Für die Arbeitgeber könne ein schlechteres Betriebsklima die Folge sein, Das häufigste Mobbingproblem sei die Verbreitung von Gerüchten und eine bewusst kränkende, negative Bewertung der Arbeitsleistung. „Interessant ist, Lothar Drat warnt aber auch vor einer „Hysterisierung“ des Problems. „Bei den monatlich etwa 80 bis 170 Beratungsstunden arbeiten wir bei über zwei Dritteln der Fälle an Konflikten, bei denen es gar nicht oder noch nicht um Mobbing geht“. Der Verein finanziert sich über seine 235 Förderer. … Eine Beraterstunde kostet den Klienten 59 Euro, davon übernimmt der Verein 40 Prozent. Kostenlose Beratung wird vom 1. August an donnerstags von 12 bis 15 Uhr angeboten. Die Stadt oder Krankenkassen – „die uns leider noch nicht unterstützen“ – sowie private Personen oder Unternehmen können eine frei gewählte Anzahl von Beraterstunden für einen selbst gewählten Zeitraum finanzieren. Hilfe gegen Mobbing „Es geht nicht darum, wer schuld ist und wie hoch die Strafe sein muss, wir sind eher die Feuerwehr, die ein akutes Problem lösen will“, betont Lothar Drat vom Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing (VPSM). Zu helfen versucht der gemeinnützige Verein mit Beratungen, er übernimmt Schlichtungsverfahren und Mediationen, kann arbeitsrechtlichen Rat geben und Anwälte vermitteln. Außerdem bietet er Referate, Seminare und Schulungen an sowie Angriffe, Intrigen, Rechtsbeugungen, Verleumdungen, Kränkung und Psychoterror in der Arbeits- und Privatsphäre sei nur da möglich, wo sie ignoriert, geduldet Wer den Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing (VPSM) unterstützen möchte, kann sich an die Beratungsstelle wenden, Riederbergstr. 73, 0611/9570381 und -5329861. (FAX 0611/5329862). VPSM im Internet: www.vpsm.de . E-Mail vpsmwi@aol.com |
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