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Mobbing: Unerträgliche Konflikte am Arbeitsplatz

Zwei Frauen haben eine neue Beratungsstelle für Mobbing-Opfer eingerichtet – Präventionsangebot für Arbeitgeber
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Wenn Menschen an ihrem Arbeitsplatz von Kollegen oder Vorgesetzen schikaniert werden, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, die Arbeit zu erledigten, körperlich und seelisch unter den Konflikten leiden, spricht man von Mobbing. Um Wege aus diesem Konflikt aufzuzeigen, haben sich zwei Fachfrauen als Mobbing-Beraterinnen für den Raum Cuxhaven/Stade zusammen getan.

„Mobbing am Arbeitsplatz verursache unter anderem Zeit- und Energieverschwendung, Motivationsverlust, gebremste Einsatzbereitschaft, sinkende Leistungen, geringere Produktivität und einen hohen Krankenstand“, wissen die Diplom-Sozialpädagogin Maria Anna Nikolai-Söhle aus Ostebruch und Diplom-Sozialarbeiterin Christa Schöps aus Cuxhaven. Die beiden Frauen arbeiten seit langem im Beratungsbereich, die eine auch als Supervisorin, die andere als Mediatorin.

Und oft spielte bei auftretenden Konflikten das Thema Mobbing eine Rolle, so dass sich die Fachfrauen entschlossen haben, im Raum Cuxhaven/Stade ihr neues Beratungsangebot für Arbeitplatzkonflikte und Mobbing aus der Taufe zu heben. Denn bisher gibt es in dieser Region, so die Beraterinnen, „einen weißen Fleck“. Sie arbeiten dabei eng mit dem bundesweiten Beratungsnetz der VPSM - Beratungsstellen zusammen, getragen vom Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing e.V. (VPSM) mit Sitz in Wiesbaden.

Eine der Hauptursachen für Mobbing ist Neid am Arbeitsplatz. Aber auch Leistungsdruck, Konkurrenzdenken oder Existenzangst gehören z den Motiven, schildern die beiden Beraterinnen. „Mit Mobbing ist nicht der einmalige Streit im Betrieb gemeint. Mobbing wird eindeutig definiert als systematische Ausgrenzung eines Kollegen oder Kollegin über einen längeren Zeitraum mit dem Ziel der Aufgabe des Arbeitsplatzes.“ Verschärft werde die Situation durch wirtschaftlichen Druck.

3 Prozent sind betroffen

Nach jüngsten Erhebungen sollen in Deutschland bereits knapp drei Prozent aller Beschäftigten unter Mobbing leiden. Solche Konflikte können jeden treffen, da sind sich die Beraterinnen einig. Selbst lange Betriebszugehörigkeit oder gute Leistung seien kein Schutz.

Die Folgen für Betroffene seien höchst unterschiedlich, reichten von Selbstzweifeln und Schuldgefühlen, Anspannung, Unruhe, Gereiztheit, Mutlosigkeit, psychosomatischen Beschwerden über Depressionen bis hin zum Suizid

Nachhaltige Folgen

In 70 Prozent aller Fälle seien Vorgesetzte an Mobbingprozessen beteiligt, direkt oder indem sie andere Mitarbeiter für ihre Zwecke einspannten – oft entstanden aus eigenen Unsicherheiten in Führungsfragen. Maria Anna Nikolei-Söhle und Christa Schöps verstehen sich zunächst als Ansprechpartnerinnen, „denn Patentrezepte zur Konfliktlösung gibt es nicht“. Vielmeehr werde zunächst mit dem Betroffenen zusammen die Situation genau analysiert und die Grundsatzfrage „Flucht oder Angriff“ geklärt, die das Mobbingopfer für sich beantworten muss.

„Neben der persönlichen Beratung kann es darüber hinaus sehr sinnvoll sein, Chef oder Team mit einzubeziehen. Im Rahmen von Mediation, Supervision, Coaching oder Teamgesprächen lassen sich häufig für alle Seiten vorteilhafte Ergebnisse erziehlen“, so die Mobbing-Beraterinnen, die es als positiv empfinden, zu zweit zu sein. Bei mehreren Konfliktparteien sei es vorteilhafter, wenn es verschiedene Ansprechpartner gebe. Die Beratungen sollen entsprechend der Situation entweder in den Räumen der Beraterinnen in Cuxhaven, Osterbruch und Stade oder den jeweiligen Betrieben vorgenommen werden.

Gewaltige Schäden

Neben Einzelberatung wollen die Mobbing-Beraterinnnen präventiv tätig werden, denn „Mobbing ist teuer: Jedes Jahr entstehen in Deutschland betriebswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe.“ Die Beraterinnen bieten für Firmen und soziale Institutionen Vorträge und Seminare an.

Weitere Informationen gibt es bei Maria Anna Nikolai-Söhle, Telefon (0475293339738, Christa Schöps (04721)51331; Internet: www.vpsm.de

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