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Im Kampf gegen Psychoterror
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von Bertram Heide

Gegen Mobbing gibt es kein Rezept / Jetzt bietet Verein seine Hilfe an

„Mobbing ist nichts anderes als eskalierte Gewalt, als ein Krieg in Teilen". Der Sozialpädagoge Lothar Drat weiß genau, wovon er spricht. Lothar Drat ist Vorsitzender des „Vereins gegen psychosozialen Stress und Mobbing" und betreut im gesamten Gebiet zwischen Worms und Friedberg mit 22 ehrenamtlichen Mitarbeitern der unterschiedlichsten Fachrichtungen betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In der Beratungsstelle „Balance" an der Walter-Gieseking-Straße 34 und in den Räumen der evangelischen Versöhnungsgemeinde führen die Mitarbeiter des 1995 gegründeten Vereins Gespräche, bieten zwischen 21 und 22 Uhr auch telefonische Beratungen an. (0611-541737 und 0172-6133857).

„Mobbing" ist zu einem Schlagwort geworden, ... erklärt Lothar Drat und verweist auf die langjährigen Forschungen von Professor Heinz Leymann in Schweden. Vehement wehrt sich Drat dagegen, dass der Begriff des Mobbing „inflationär benutzt wird ... „Mobbing" hat in der modernen Arbeitswelt dramatische Ausmaße angenommen, weiß der Sozialpädagoge zu. Berichten. Das Risiko, in 35 Berufsjahren einmal gemobbt zu werden, liege bei eins zu vier. Immerhin zehn Prozent der Betroffenen erkranken ernsthaft, meist chronisch. Jeder sechste Selbstmord, so die Einschätzung des Experten, hat seine Ursache im Mobbing am Arbeitsplatz.

Aber was steckt eigentlich hinter dem Begriff, den inzwischen jeder kennt? Lothar Drat: "Mobbing ist eine andauernde, feindliche und demütigende Handlung. Mobbing ist aber immer auch eine Führungsschwäche, weil sie von Chefs geduldet und meist sogar gefördert wird. Betroffen von Krankheiten als Folge des Mobbings seien vor allem Menschen, die über viele Jahre Kämpfe im beruflichen und privaten Bereich auszustehen hatten, die aber gleichzeitig auch über besondere Fähigkeiten, Kreativität, Integrationskraft und Verantwortungsgefühl verfügen. Drat „Die Stärksten trifft es am tiefsten". Die Mobber selbst kommen meist aus der mittleren oder unteren Ebene des Betriebs, sehen im Mobbing die einzige Chance, Karriere zu machen, so Drat. Gegen Mobbing gebe es kein Rezept, die Prüfung des Einzelfalls sei wichtig.

Mehr als 60 Prozent der Ratsuchenden kommen aus pädagogischen und kirchlichen Berufen. Besonders betroffen sind zugleich Krankenschwestern und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. Deshalb arbeitet der Verein inzwischen auch eng mit Personalamt und Personalrat der Stadtverwaltung zusammen und knüpfte auch Kontakte in die Ministerien.

Effektive Hilfe, so weiß Drat aus Erfahrung, kann meist nur von außen kommen. „Zum Wesen des Mobbing gehört, dass irgendwann keiner mehr weiß, worum es eigentlich geht", zieht Drat einen fatalen Schluss. Der Verein sucht aktive Mitstreiter und will mit Medizinern und Juristen ein soziales Netz aufbauen.

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