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Mobbing-Alarm! Gegen 1,5 Mio. Deutsche

Mobbing kann jeden Treffen: den Chef, die Sekretärin, den Faulpelz
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Verleumdungen, Intrigen, sexuelle Belästigung - Mobbing! Treffen kann es jeden. 1,5 Millionen Menschen leiden schon darunter....

Wie Gerlinde M. (53). Faul, vergesslich und schusselig soll sie gewesen sein. Sie war mal Chefsekretärin. Fleißig, gewissenhaft, bei Kollegen beliebt. Sie arbeitete 20 Jahre in einem renommierten Hamburger Dienstleistungsunternehmen.

Dann, vor 18 Monaten, die Wende. Gerlinde M. bekam eine neue Kollegin: „Sie hat mich angeschwärzt“! Termine soll sie vergessen haben. Akten falsch einsortiert. „Dabei stimmt das gar nicht.“

Doch bald merkte Gelinde M. dass auch andere Kollegen auf Distanz gingen. Sie wurde nicht mehr gefragt, mit in die Kantine zu gehen, auf dem Flur nicht mehr gegrüßt. Als die langjährige Kraft die Neue zur Rede stellen wollte, wurde sie zur Strafe zum Chef zitiert. „Von da an konnte ich nicht mehr richtig schlagen, hatte Alpträume, häufig Migräne.“ Schließlich wurde sie mehrere Wochen krank. Als genesen war, wurde sie zum Hauspost-sortieren versetzt. Sie kündigte. Die neue Kollegin hatte sie erfolgreich „rausgemobbt“.

Was ist Mobbing?

Beim Mobben leiden Beschäftigte monate-, manchmal jahrelang unter den Schikanen von Chefs oder Kollegen. Die Opfer werden systematisch gequält - mit Drohbriefen, Verleumdungen, Sabotage. Einziges Ziel: Das Mobbing-Opfer fertig zu machen.

Experten schätzen, dass in Deutschland bereits 1,5 Millionen Beschäftigte gemobbt werden.

Mobbing - ein neues Wort für eine alte Sache. „Gerade wenn der Arbeitsmarkt kleiner wird, muss um jeden Job hart gekämpft werden“, sagt Lothar Drat vom Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing.

Wer wird Mobbing-Opfer?

Es kann jeden treffen. Den Chef genauso wie die Sekretärin. Den Ehrgeizigen genauso wie den Faulpelz. Dieter Zapf, Psychologe an der Frankfurter Universität, ist überzeugt: Niemand ist zum Mobbing-Opfer oder -täter geboren. Aber es gibt bestimmte Risikofaktoren: Chefs mit mangelndem Selbstbewusstsein fühlen sich von starken Untergebenen bedroht. Außenseiter werden eher zu Opfern. Aufstrebende stören mit ihren Ehrgeiz das soziale Klima.

Wer mobbt am meisten?

In nahezu der Hälfte aller Mobbingfälle drangsaliert der Chef persönlich seine Mitarbeiter - das sogenannte Bossing (engl. Boss = Chef). In Krankenhäusern, wo der Kostendruck hoch und der Stellenabbau groß ist, wird siebenmal häufiger gemobbt als an anderen Arbeitsplätzen.

Bei der Polizei leiden besonders Frauen unter dem Druck der Kollegen. In Nordrhein-Westfalen fühlt sich jede vierte Polizistin von Kollegen angemacht.

Was sind Folgen von Mobbing?

Die Gemobbten verlieren zuerst den Spaß an ihrer Arbeit. Dann ihre Gesundheit und zuletzt ihren Job. Ihre Krankheiten reichen vom Kopfschmerz bis zum Nervenzusammenbruch. Manches Opfer sieht als einzigen Ausweg nur den Selbstmord. Schätzungsweise 20 Prozent aller Selbsttötungen gehen auf Mobbing zurück. Dabei schadet das Mobbing nicht nur dem Opfern. Auch die Volkswirtschaft trifft es hart. Experten schätzen: Durch Fehl- und Krankheitszeiten, Abfindungen oder einfach dadurch, dass die Gemobbten ihre Energie nicht mehr für die Arbeit aufbringen können, entstehen Kosten von 30 Milliarden Mark jährlich.


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