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Mobbing ist kein Einzelfall
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Seit fünf Jahren arbeitet ein Verein gegen psycho-sozialen Stress
bär.-

Zunehmend geraten in unserer Gesellschaft ursprüngliche Zielsetzungen von Institutionen und Unternehmen ins Hintertreffen gegenüber dem Kampf um Macht und den Erhalt einer einmal erreichten Machtposition, bringt Lothar Drat, der seit drei Jahren Fortbildungen zur Mobbing-Prävention leitet, das Phänomen auf den Punkt.

Seit Dezember 1995 arbeitet der Diplom-Sozialpädagoge in der Beratung und Weiterbildung des „Vereins gegen psychosozialen Stress und Mobbing"(VPSM). Neben der Beratung für Betroffene von Mobbingprozessen bietet der VPSM, der bis auf Drat als einzige hauptamtliche Kraft, ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und Honorarkräften arbeitet, Selbsthilfegruppen, Seminare und berufsbegleitende Weiterbildungen zum Arbeitsplatzkonflikt- und Mobbing-Berater an.

„Das Ziel und notwendig", so Lothar Drat, der trotz seiner Drei-Viertel-Stelle dem VPSM voll und ganz zur Verfügung steht, „ist die Einrichtung von mindestens drei ... Vollzeitstellen." Doch um den Standard zu sichern, benötigt der Verein erst einmal eine breitere finanzielle Basis. Bislang müssen von Mobbing Betroffene einen Eigenanteil von ca. 40 Prozent der kalkulatorischen Selbstkosten tragen.
... sei dieser Betrag doch für Geringverdiener oder allein Erziehende „entschieden zu hoch". „ Unser Wunsch und fester Wille ist es, den Eigenanteil auf 35 beziehungsweise 27 Mark zu senken", so Drat. Allerdings fehlt es hierzu noch an Förderern.

Auch wäre es wichtig, das gesellschaftliche Problem, das Mobbing darstellt, viel offensiver der Öffentlichkeit zu vermitteln. Doch auch das ist nicht ohne neue Förderer möglich, die mit einem regelmäßigen finanziellen Beitrag auch einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten bereit sind.

Neben dem in jedem Fall unakzeptablen hohen" betriebs- und volks- sowie gesamtgesellschaftlichen Kostenfaktoren von Mobbing, erinnert Drat an Prof.Dr.Dr. Heinz Leymanns Einschätzung, „dass in nicht unerheblichen Bereichen gesellschaftlicher Realität der Kampf um Macht sogar vor der institutionellen Zielsetzung steht." „Das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, auf der einen Seite, und fehlende Bereitschaft zum Dialog, auf der anderen, so Lothar Drat, breiten sich zusehends aus. Nach Leymann, der einer der Spezialisten auf diesem Gebiet ist, unterbleibe „in nicht wenigen Fällen deswegen die betriebliche Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, weil noch nicht einmal die Maxime Profitmaximierung die Szenerie beherrscht."

Früher gültige und, wie Drat betont, „unverzichtbare Werte" wie Respekt, Achtung, Solidarität und Zivilcourage werden zunehmend von „heiligen systemtragenden Werten wie Erfolg Stärke und Überlegenheit ersetzt".

In einem Klima, das dem gegenwärtigen Zeitgeist folgend „the best of breed" propagiert und damit den „Kampf ums eigene wirtschaftliche Überleben" schürt, ist die Hemmschwelle erschreckend gesunken. Wirtschaftliche Erfolgsfaktoren wie partnerschaftliches Verhalten springen über die Klinge, der Killerinstinkt wird angeregt.

Phänomene wie „bum out", innere Kündigung und Mobbing - also psychische Gewalt, die eine noch so stabile Persönlichkeit zerstören können - finden zunehmend Verbreitung. So ist Mobbing - das kristallisiert sich klar heraus, „ kein individuelles Schicksal, sondern ein strukturelles Problem, dem offensiv begegnet werden muss". Denn, so Lothar Drat, „die steigende Mobbing-Problematik fordert uns nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ethisch- moralisch und somit politisch heraus".

Informationen unter Telefon 54 17 37

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