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Psychoterror am Arbeitsplatz„Mobbing“:
Mehr als nur der üble Kollegenscherz / Betroffener berichtet
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Gewerkschaftsstudien zeigen: 1,5 der 35 Millionen Beschäftigten in Deutschland waren schon einmal Ziel einer Mobbing-Attacke. Die Apotheken Umschau fragte Lothar Drat vom Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing, wie sich Mobbing-Opfer wehren können.

Was ist eigentlich Mobbing?

Streit und Konflikte unter Kollegen sind normal. Mobbing läuft jedoch zielgerichtet, systematisch und über einen längeren Zeitraum ab, um das Opfer durch Intrigen, Gerüchte, Anfeindungen und Verleumdungen zunehmend in die unterlegene Position zu bringen.

Unter welchen Bedingungen tritt Mobbing am häufigsten auf?

In schlechtem Arbeitsklima, bei ungesundem Leistungsdruck und Konkurrenzdenken treten erfahrungsgemäß mehr Fälle von Mobbing auf. Auch Distress, also negativer Stress, ist ein idealer Nährboden.

Welche Folgen hat Mobbing?

Die meisten Opfer entwickeln psychosomatische Beschwerden, von Magen-und Konzentrationsproblemen, über Selbstzweifel und Erschöpfung bis hin zu Ängsten, Alpträumen und Selbstmordgedanken. Zehn Prozent der Betroffenen erkranken sogar so schwer, dass sie nicht mehr in der Lage sind, im Arbeitsmarkt zu bestehen.

Mobbing ist deshalb auch ein betriebswirtschaftlicher Faktor. Die geschätzten jährlichen Kosten, die durch Mobbing entstehen, belaufen sich auf mehrere Milliarden Mark.

Wer wird gemobbt?

Meistens sind Menschen betroffen, die von sich behaupten, dagegen immun zu sein. Ihre typischen Sätze lauten: „Ich habe noch nie eine Schlacht verloren.“ „Das würde mich nie treffen.“ Die drei Berufsfelder, in denen Mobbing unserer Erfahrung nach am häufigsten vorkommt, sind der öffentliche Dienst, Krankenhäuser und Kliniken sowie der soziale Bereich. Im Schnitt trifft es im Verlauf von 35 Berufsjahren jeden Vierten einmal.

Was raten sie den Opfern?

Am besten sprechen sie den Initiator einer Mobbing-Kampagne so früh wie möglich direkt an. „Was hast du gegen mich?“ Verändert das sachliche Gespräch die Situation nicht, zum Vorgesetzten oder zum Betriebsrat gehen. Nützlich ist jede Schikane und Stichelei zu protokollieren. Außerdem sollten Opfer Kontakt zu einer der vielen speziellen Beratungsstellen aufnehmen. Ein unabhängiger Dritter kann die Situation oft besser beurteilen und allen Beteiligten entsprechende Hilfe anbieten. Dort erfährt man auch Adressen von Psychologen und Anwälten, die auf Mobbing-Fälle spezialisiert sind.

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