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Hinterhältig und gemein Mobbing |
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PUR unterwegs – Mobbing in der Schule Der Begriff „Mobbing" stammt aus dem Englischen von „to mob" und bedeutet „anpöbeln". Er wurde zum ersten Mal von dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz (1903-1989) benutzt. Damals bezeichnete er mit dem Begriff „Mobbing" die Verhaltensweise einer Gruppe von Tieren gegen ein einzelnes Tier, um dieses aus der Gruppe zu vertreiben. Dieses Verhalten lässt sich auch auf Menschen übertragen. Unter Mobbing versteht man negative Handlungen, die von einem oder häufig mehreren Menschen gegen einen anderen, zumeist schwächeren Menschen ausgeübt werden mit dem Ziel, diesen aus der Gruppe herauszudrängen. Unter Kindern haben sich die Fälle von Mobbing erschreckend vermehrt. Krach und Auseinandersetzungen gab es zwischen Kindern schon immer. Nur ist es Wie wird Mobbing ausgeübt: Mobbing kann überall stattfinden: auf dem Schulweg, im Schulbus, auf den Pausenhöfen, sogar im Unterricht. Auch die Mittel, mit denen gemobbt wird, sind vielfältig: abwertende, verletzende Mimik und Gestiken Schweigen, Abwenden oder Wegsetzen, wenn sich da Opfer nähert Kichern, wenn sich das Opfer nähert Aussprechen von Drohungen und Erpressungen Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Opfer bei der Gruppenarbeit Oftmals kommt es auch zur Anwendung von Gewalt: Verstecken oder Beschädigen von Schulsachen und Kleidern Festhalten im Bus oder Bei den gemobbten Opfern stellt sich häufig ein - Konzentrationsschwäche - Nervosität, Verkrampfung Meistens wissen Eltern und Lehrer zu wenig über Mobbing, um gezielt einzugreifen. Und auch die Mitschüler kapieren oft nicht, dass ein Klassenkamerad gemobbt wird. Oder aber sie greifen nicht ein, aus Angst danach selber ausgegrenzt und fertig gemacht zu werden. Jeder einzelne in der Gruppe, die mobbt, sollte für sich selbst nachdenken, was er da so macht und wie es wäre, wenn er an der Stelle der gemobbten Person sein würde: Man sollte sich fragen: Wie möchte ich selbst behandelt werden? Glaube ich, dass andere Menschen anders behandelt werden wollen, als ich selbst? Sehr wichtig ist es, das Mobbing ernst zu nehmen und in der Gruppe zu thematisieren. Wenn man selbst gegen Mobbing ist, muss man den Mut haben, es den anderen auch zu zeigen! So fühlen sich die anderen in ihrem Handeln nicht mehr so sicher und bestätigt. Vielleicht fangen sie dann auch an, darüber nachzudenken. PUR Tipp Wie verhafte ich mich, wenn ich gemobbt werde In vielen Schulen wird schon einiges gegen das Mobbing unternommen. Trotzdem gibt es in jeder Klasse durchschnittlich zehn Kinder, die ausgegrenzt werden. Mobbing ist also eine fast alltägliche Situation in der Schule und eigentlich kann es jeden treffen. Seid Ihr in eine solche Situation geraten, gibt PUR Euch Tipps, an wen Ihr Euch wenden könnt. Was Ihr nämlich auf gar keinen Fall tun dürft, ist die Klappe halten. Das Allerwichtigste ist, dass Ihr mit jemandem redet und Eure Angst und Euren Frust loswerdet. Redet am besten also erstmal mit Euren Eltern. Gemeinsam könnt Ihr überlegen, wer Glaubt Ihr, dass Ihr Eurem Lehrer nicht vertrauen könnt oder dass er Euch nicht versteht, dann gibt es vielleicht in Eurer Freizeit jemanden, dem Ihr mehr vertraut. In jedem Jugendzentrum gibt es z.B. Betreuer, die das Mobbing-Problem kennen und Euch weiterhelfen können. Sie können Euch auch in ausweglos erscheinenden Situationen Kontakte zu Psychologen oder anderen Beratungsstelle vermitteln. Egal an wen Ihr Euch wendet, Euer Problem kann nur gelöst werden, wenn Ihr darüber sprecht. VPSM- Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing e.V. Internet: http:// members.aol.comNPSM eV/homep Literaturtipps Engelmann (Hrsg.): Tatort Klassenzimmer Arean Verlag, Würzburg 1995, DM 8,90, ab 12 Jahren Kammerer, Don Wie überlebt man die Schule? Schneider Verlag, München 1995, DM 14,95 Wildenhain, Michael: Wer sich nicht wehrt Ravensburger Verlag 1996, DM 8,80, ab 14 Jahren Zöller, Elisabeth: Und wenn ich zurückhaue? Thienemann Verlag, Stuttgart 1994, DM 10,90, ab 10 Jahren Für Lehrer und Erzieher: Kasper, Horst: Mobbing in der Schule. AOL-Verlag, 1997, DM 48,- Hurrelmann, Klaus: Gegen Gewalt in der Schule. Beltz Verlag, Weinheim 1995, DM 36,- Olweus, d.: Gewalt in der Schule. Hans Huber Verlag, Bem 1996, DM 24,80 Studien/ Forschungen: Ene, meine muh – und raus bist du. Mobbing und Schule. Eine Dokumentation mit Fachbeiträgen und Beispielen. Herausgegeben von der Initiative zur Förderung hochbegabter Kinder e.V. Baiser, Hartmut/Schrewe, Hartmut/Schaaf, Nicole: Schulprogramm Gewaltprävention, Luchterhand Verlag, Neuwied 1997 Reihe: »Beiträge zur Schulentwicklung", DM 29,80 Schäfer, Mechthild: Aggression unter Schülern. Eine Bestandsaufnahme über das Schikanieren in der Schule am Beispiel der 6. und 8. Klassenstufe. Report Psychologie 21, (9/96) (SO. 700-711) (zu erhalten beim Max Planck Institute for Psychological Research, Leopoldstraße 24, 80802 München) Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung (Hrsg.): maß, Arten und Prozesse der Stabilisierung. Ein Überblick. Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung (Hrsg.): Schäfer, Mechthild: Gruppenzwang als Ursache für Buliying? Einstellungen zum Ausmaß und den Ursachen von Bullying sowie geeigneten Maßnahmen zur Reduktion aus der Perspektive von Lehrern.
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