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Von Kollegen in den Tod getrieben? |
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Eine junge Frau aus Bayern, die bei der Berliner Polizei arbeitete, erschoss sich aus Verzweiflung. Sie fühlte sich von Vorgesetzten und Kollegen verfolgt – kein Einzelfall Zum Schluss zog es die junge Polizistin noch einmal nach Hause. Ein letztes Mal ging Sie hat keinen Zweifel daran gelassen, wem sie die Schuld gibt: ihren Vorgesetzten Erbost meldete die junge Frau zwei Kollegen bei ihrem Vorgesetzten „die, um in
Ruhe Karten spielen zu können, eine Einsatzübersicht gefälscht haben". Auch bei der Abteilung Verbrechensbekämpfung der Polizeidirektion I im Wedding, wo Stefanie L. einige Tage Sie fühlte sich isoliert und schikaniert. Doch weder dem Personalrat noch der Gewerkschaft der Polizei vertraute Stefanie ihre Nöte an. Der Versuch, mit ihrem Vorgesetzten zu reden endete in einem Fiasko Wenige Stunden danach Wenige Dennoch erstellte der ärztliche Dienst der Polizei ein Gutachten, das Stefanie L. für "dauernd polizeiunfähig" erklärte. Die junge Frau erstattete Anzeige gegen ihren Vorgesetzten, eine Polizeipsychologin und eine Mitarbeiterin der polizeilichen Sozialbetreuung. Doch sie war mit ihrer Kraft am Ende, verließ die Stadt und fuhr Am Montag will sich der Berliner Innenausschuss mit dem Fall befassen. Für Grünen-Fraktionschef Wolfgang Wieland ist nach einem Gespräch mit Stefanies Eltern klar Die Zahl der Mobbing-Opfer in Behörden nimmt nach den Erfahrungen des Vereins gegen Vereinsvorsitzender Lothar Drat: ... Wie unliebsame Kollegen zur Räson gebracht oder Diesen Mechanismus hat auch der inzwischen pensionierte Berliner Polizeioberkommissar Wolfram Polewyczynski erfahren. Der heute 61jährige hatte im Frühjahr 1996 die „Lumpen-Affäre" ans Tageslicht gebracht. Vier Jahre lang hatten rumänische Abschiebehäftlinge im Gewahrsam der Berliner Polizei „Aus Sicherheitsgründen" ihre Kleidung ablegen müssen. Statt dessen bekamen sie ausrangierte Trainingsanzüge der Polizei, durchlöchert, zerrissen und mit herausgetrennten Reißverschlüssen. Als der einstige SEK-Beamte und Präzisionsschütze sich über diesen „Rassismus" von oben und Sadismus von unten" empörte und sich auch noch über Dienstvergehen von Kollegen und Vorgesetzten beschwerte, wurde er zum Querulanten abgestempelt Wegen vermuteter „neurotischer Störungen" schickte ihn sein Chef zum Polizeiarzt. Polewczynski wurde versetzt und mit Ermittlungsverfahren überzogen. Dreimal innerhalb eines Jahres musste er sich auf krankhafte Veränderung der Persönlichkeit" untersuchen lassen. Polewczynki: "Die haben regelrecht Jagd auf mich gemacht" Bei mehr als einem Drittel der Fälle würden die Opfer verdächtigt, psychisch krank zu Auch eine Versetzung nütze nichts. Die Dienststellen, auf die die Betroffenen abgeschoben werden, seien in der Regel über den „Problemfall" und die angeblichen Vergehen informiert. Die Betroffenen würden „wieder Zielscheibe", so Hans-Heiner Salbrecht, Lehrer an der Berliner Landespolizeischule und Mitglied des CDU-Polizeiarbeitskreises. So erging es auch einer 42jährigen Kriminalhauptkommissarin. Inzwischen hat auch Polizeipräsident Saberschinsky reagiert. Er rief eine Mobbingkommission ins Leben – nachdem Innensenator Jörg Schönbohm (CDU)
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