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Das Büro als Schlachtfeld |
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Brodelt es in der Gerüchteküche derart hoch, ist das Phänomen Mobbing bereits weit fortgeschritten, erklärt die Psychologin Gabriele Veit. Die Metzingerin hat sich auf dieses Thema spezialisiert und ist Mitglied im Fachverbund VPSM (Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing e. V.). Gerade in Zeiten der Konkurrenz um Arbeitsplätze werden Zwar gibt es kein typisches Mobbing-Opfer, doch handelt es sich oft um Menschen, die Es ist ein fieses Spiel, das mit denen getrieben wird, die firmenintern zum Opfer erkoren wurden. Verbalen Attacken können Tätlichkeiten folgen: "Da werden beispielsweise "In der Hälfte alle Fälle verlassen die Gemobbten die Firma", berichtet Gabriele Veit. Denn in diesem Mobbing-Endstadium sind neben der Arbeit auch alle anderen Lebensbereiche von den Bösartigkeiten beeinträchtigt - Partner, Familienangehörige und Freunde leiden mit. Der Gemobbte kämpft während der ganzen Zeit mit den Folgekrankheiten der Psychoattacken: Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf- oder Magen-Darm-Beschwerden Über die Psychoschikane einzelner Menschen hinaus stellt Mobbing inzwischen sogar ein gesamtgesellschaftliches Problem dar: Auf 25 Milliarden Euro beziffern Experten allein in Deutschland den entstehenden Schaden. Über Beiträge zu Krankenkassen oder Rentenversicherungen lastet ein Teil der Kosten auf der Allgemeinheit - und durch krankheitsbedingte Fehlzeiten sowie Produktivitätseinbußen nicht nur bei den Opfern, sondern auch bei den zusehenden Kollegen rächt sich Mobbing auf finanzieller Ebene Folgerichtig muss es im Interesse eines jeden Unternehmens liegen, eine Atmosphäre Über Kosten und Folgekosten hinaus hinterlassen Mobbing-Fälle in Unternehmen auch einen unbezifferbaren Image-Schaden. Sollte in naher Zukunft der Wettbewerb um die fähigsten Nachwuchskräfte einsetzen, könnte ein nachweislich gutes Betriebsklima den entscheidenden Ausschlag geben. Für ein mobbing-resistentes Betriebsklima genügt es, ein paar wenigen Punkten verstärkte Beachtung zu schenken. So gilt es beispielsweise, die vielzitierte "Human Ressource" - also den betrieblichen Erfolgsfaktor Mitarbeiter - auf allen Ebenen als ethische Norm zu verinnerlichen, und diese in Form gegenseitigen Respekts und Vertrauens nach außen strahlen zu lassen. Eine offene Kommunikationskultur zu Konsequenterweise sollte bei der Besetzung von Führungspositionen weniger die fachliche als vielmehr die menschliche Qualifikation den Ausschlag geben. Denn Wissen lässt sich im Gegensatz zu gutem Führungsstil schnell aneignen. "Mobbing ist nicht möglich ohne Führungskräfte, die das zulassen", stellt Gabriele Veit klar und plädiert vehement dafür, dem bösen Spiel keine Chance zu geben: "Beim Mobbing gibt es nur Verlierer". |
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