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Interview mit Lothar Drat Koordinator des VPSM-Fachverbundes der Unabhängigen Arbeitsplatzkonflikt- und Mobbingberatungsstellen / Experten Moderatorin: Petra Waldvogel |
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Interview SWR 1 Thema: Mobbing SWR 1 der Abend: Mobbing das ist ein Begriff den Konrad Lorenz 1963 schon und eigentlich fürs Tierreich geprägt hat und zwar hat er damit den gemeinsamen Angriff von Gänsen zum Beispiel auf einen Eindringling gemeint. Und das kann dann auch ein eigentlich viel stärkerer Fuchs sein. Inzwischen ist Mobbing was ganz anderes, Lothar Drat ist Mobbingexperte, nämlich Leiter der Beratungsstelle "Balance" vom Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing. Schönen guten Abend! Herr Drat, Mobbing, können Sie das für uns ganz kurz und doch verständlich definieren? Ja, es handelt sich in Abgrenzung zu normalen Konflikten am Arbeitsplatz die M: Man möchte jemanden gezielt fertig machen. Wie das läuft, wie viele davon tatsächlich betroffen sind, Herr Drat, darüber werden wir gleich weiter reden in OK! M: Und wie es sich im ganz konkreten Fall anfühlt, das weis diese Frau aus Baden Württemberg. Mobbing, das ist der gezielte Angriff unter die Gürtellinie vom Kollegen, oder schlimmer noch, vom Chef selbst. Das ist die alltägliche Schikane, die Demütigung mit dem Ziel den anderen fertig zu machen, ihn los zu werden. Das hat Lothar Drat gerade erklärt, er ist Leiter der Beratungsstelle Balance vom Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing. Herr Drat, Mobbing, das betrifft eigentlich uns alle. Zwei Millionen Menschen, das ist jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland etwa, ist mindestens einmal in seinem Berufsleben solchen Angriffen ausgesetzt. Das ist eine dramatische Zahl, jetzt sagen aber ausgerechnet Sie, Mobbing, das ist auch ein Modebegriff, sind diese zwei Millionen also Simulanten? Nein, es handelt sich nicht um Simulanten, sondern wir vermerken auch eine Entwicklung, dass wir nach vielen Jahren Arbeit darüber zu informieren wie hässlich, vernichtend und auch kostenträchtig dieser Prozess ist, den wir mit Mobbing beschreiben, leider er selbst zu einem Modebegriff droht (immer mehr) Sie sagen, nicht jedes Mobbingopfer ist auch tatsächlich ein solches, kann man denn dennoch sagen das es insgesamt heutzutage mehr Mobbing gibt, das es verbreiteter ist als noch beispielsweise vor zehn Jahren? Es gibt keine Langzeitstudien, wir vermerken aber auch wie auf anderen Ebenen psychischer und körperlicher Gewaltanwendung das dort wo Gewalt Das heißt nicht unbedingt mehr, aber schlimmere Formen von Mobbing? Ja, die Gewaltforschung betätigt ja auch, das da wo Gewalt stattfindet, sie nicht unbedingt häufiger im Sinne von mehr Einzeltaten, sondern intensiver, Und woran liegt das? Hat es damit zu tun, dass die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt einfach stärker geworden ist, oder womit hängt das zusammen? Das ist mit Sicherheit ein Faktor, wenn wir an Zeiten der Vollbeschäftigung zurück denken, dann war es ja früher leichter möglich auch bestimmten Prozessen zu entfliehen durch Kündigung. Mitunter sind heute mehr Personen gezwungen Sie sagen, das ist ein Faktor, was wären weitere? Na, der gesamtgesellschaftliche Werteverfall oder das brüchig werden von Werten, zum Teil unverzichtbare Werte, wie Respekt, Achtung, Solidarität. Menschlichkeit, Mitmenschlichkeit? Richtig, richtig, das heißt wir entwickeln uns zunehmend in eine Verunsicherungs- oder auch Angstgesellschaft. Das heißt der Kampf um Macht wird in breiten Teilen der Gesellschaft wichtiger als der um Ziele und dies leben ja zum Teil auch einzelne Politiker in Parteien vor und wird vom Volk und auch halt auch von gewaltbereiten Jugendlichen kopiert. Und im Fernsehen sieht man es sowieso. Die Ursachen sind vielschichtig. Über die verheerenden Folgen, Herr Drat, und zwar nicht nur für die Opfer, würde ich nachher gerne weiter mit Ihnen sprechen. Als nächstes hören wir aber erst mal in einer Reportage aus Ludwigshafen wie Hilfe für Mobbingopfer aussehen kann. Mobbing, wenn Kollegen zu Feinden werden, die einen systematisch fertig machen, vernichten wollen, so in etwa hat das unser Mobbingexperte Lothar Drat aus Wiesbaden vorhin in SWR 1 der Abend beschrieben. Am Telefon ist jetzt Max B. Bauleiter aus ... guten Abend Herr B. Nicht jeder kann das aus eigener Kraft schaffen. Wo man Hilfe bekommen kann, das hören wir als nächstes in SWR 1 "Der Abend". SWR 1 der Abend, Mobbing, das hat nichts mit den großen und kleinen Sticheleien unter Kollegen zu tun, damit ist auch nicht die notwendige, sachliche Kritik gemeint, die nun mal zum Arbeitsleben gehört. Mobbing, das ist der gemeine, dauerhafte Angriff mit dem Ziel einen Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes fertig zu machen, so wie es der SWR 1-Hörer Herr B. gerade erzählt hat. Alleine wehren können sich die Opfer dagegen kaum, sie brauchen meistens Hilfe Mobbing, die Sekretärin, die mit dem Bleistift in den Keller verbannt wird, weil Es gibt vielfältige Möglichkeiten. Es gibt in der Regel immer mehr als einen Weg. Kann man davon ausgehen das es in einem Betrieb immer mehr als ein Beides ist möglich. In der Regel ist es ein Ausdruck von vielleicht der zweiten, dritten, vierten Umstrukturierung innnerhalb kürzester Zeit, vielleicht auch schlechter Unternehmensberatung. Zum Teil trägt jeder Betrieb, jede Institution auch Ihre Einrichtung, das Risiko sich auch jemand falsches einzukaufen der als, vielleicht so etwas wie Bin Laden oder ähnliches rumwütet im Kontext. Und das hat, haben wir schon gehört, teilweise fatale Folgen für die Opfer, aber es Das ist richtig, ... Die Reibungsverluste sind sehr groß, die Kosten sind, - Mobbing, die Ellenbogen einsetzen, versuchen das Beste für sich herauszuholen, Nein, kluge Menschen die sich in der Bibel auskennen finden viele Beispiele auch schon in der Bibel die man mit Mobbing beschreiben könnte. Ich denke Mobbing Und man kann sich, wenn man das Gefühl hat Hilfe zu brauchen, rechtzeitig um Gerne! Mobbing, jeder vierte Deutsche wird in seinem Berufsleben einmal Opfer, es betrifft sozusagen uns alle, kann jedem von uns passieren und das zeigen auch die vielen Hörer-Reaktionen, |
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