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Harte Strafen für Mobbing gefordert

Experten wollen neues Gesetz




    AZ Wiesbaden. Mobbing gegen Arbeitskollegen soll als Straftatbestand ins Gesetzbuch aufgenommen und deutlich härter bestraft werden.

    Das fordern die Gemeinschaft kritischer Polizisten und der Verein gegen Mobbing, um die kräftige Zunahme an Psychoterror in Betrieben und Behörden zu stoppen. „ Die heutigen Strafgesetze zu Beleidigung oder übler Nachrede sehen für die Täter nur lächerlich geringe Strafen vor“, sagte die Sprecherin der kritischen Polizisten, Müller. „Die Opfer sind aber häufig ein Leben lang zerstört.“

    In Skandinavien ist Mobbing bereits ins Strafgesetzbuch aufgenommen worden. Studien belegen, dass jeder vierte Arbeitnehmer in 35 Berufsjahren einmal Opfer von Dauerattacken der Kollegen wird.

    Lothar Drat, Chef des Vereins gegen Mobbing, hält es zudem für erforderlich, dass in den Betrieben ein Mobbing-Gremium als Schlichtungs- und Beratungsstelle gegründet wird. Denn:“90% aller Mobbingfälle sind auf dem Gerichtsweg nicht zu packen“, sagte Drat zur WAZ. Schließlich müsse das Opfer beweisen, wer Urheber einer üblen Nachrede sei.

    Die Zunahme an Mobbing erklären sich die Fachleute mit dem Werteverfall der Gesellschaft, dem hohen Arbeitsdruck, den Unsicherheiten durch schnelle Veränderungen der Arbeitswelt und der Angst, seinen Job zu verlieren.

    Kommentar: Der Mob


     


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