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Mobbing-Angst Ich werde hier voll gemobbt!
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Mobbing an Schulen ist ein erkanntes Problem. Zugleich ist der Ausdruck zum Es begann mit einem harmlosen Handyfoto, das die 12-jährige Julia von ihrer Schulfreundin Carla schoss. Die war nämlich eines Morgens mit gelockten Haaren im Gymnasium erschienen. Carlas Mädchenclique fand das "irgendwie drollig". Sie sähe Fälle wie diesen, in dem Eltern sich vorschnell in die Konflikte Gleichaltriger einmischen Die Pädagogin und Mediatorin Christa D. Schäfer vom MediationsZentrum Berlin e.V. bestätigt das. "Alle sind sensibler geworden - das ist eigentlich eine schöne Sache." Allerdings wird der Begriff Mobbing heutzutage von vielen recht inflationär verwendet. Nach den Erfahrungen von Schäfer, die den Berliner Schulen als Mediatorin zur Laut Drat gab es eine ähnlich extreme Sensibilisierung vor 15 Jahren, als die öffentliche Diskussion zum Thema sexueller Missbrauch ihren Höhepunkt erreichte. "Mobbing ist ein Modebegriff geworden", sagt Drat. Er wird von manchen Kindern und Jugendlichen bewusst instrumentalisiert. Manche machen sich damit wichtig, versuchen Aufmerksamkeit zu erregen, andere gegeneinander auszuspielen. Manche verschanzen sich auch dahinter, um nicht an eigenen Schwächen arbeiten zu müssen. Selbst kleine Kinder hätten inzwischen kapiert, dass der Ausdruck eine eigene Macht besitzt. "Die reagieren dann beispielsweise auf Strafen wie Taschengeldentzug mit Sätzen wie 'Mama, du mobbst mich'", erzählt Drat. Der Mobbing-Vorwurf wurde schließlich auch im Fall Carla erhoben. Zwei Schüler der Oberstufe (die Anti-Mobbing-Beauftragten der Schule), die Direktorin und eine Schulpsychologin wurden benachrichtigt. Die Psychologin verteilte Fragebögen, sprach Sowohl Schäfer als auch Drat warnen jedoch vor einer Bagatellisierung und Verkennung echten Mobbings. Deshalb gelte für Eltern und Lehrer gleichermaßen: Mit Kindern und Schülern im Gespräch bleiben, gut zuhören und die Schilderungen mit der nötigen Distanz analysieren. Auf keinen Fall sollte man einem Kind, das behauptet, es werde gemobbt, zu früh die Frage stellen: "Und was hast du dazu beigetragen?" Zudem fordert Schäfer, dass die Schulen noch mehr als bisher präventiv arbeiten: "Es gibt viele, die im Bereich soziales Lernen nichts machen und sich dann wundern, wenn es explodiert." Carlas Clique hatte sich sowieso schon lange einen Verhaltenskodex gegeben. Die Mädchen nahmen Fairness sehr wichtig. Eine von ihnen wurde inzwischen zur Anti-Mobbing-Beauftragten der Schule gewählt. Es ist allerdings nicht Carla. |
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